Ingrid Schorscher | Bewegung & Präsenz

BEWEGUNG & PRÄSENZ: Die Stimme als Spiegel der körperlich-mentalen Gegenwärtigkeit.

 

Im Seminar steht das bewusste Erleben der eigenen Person im Vordergrund. Unter dem Motto: „Keine Wahrnehmung ohne Bewegung – keine Bewegung ohne Wahrnehmung („Der Gestaltkreis“,Viktor von Weizsäcker) begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise, bei welcher die Wahrnehmung und Differenzierung der körperlichen und mentalen Ebene als Einflussfaktoren auf die Entfaltung unserer Stimme, der Atmung und die Durchlässigkeit unserer körpereigenen Resonanzräume im Fokus stehen.

Als Chormitglied befindet man sich stets in einer Art performativen Situation. Eingebettet in einer Gruppe, die als „ein“ Klangkörper funktionieren soll, ist man permanent der Wechselwirkung mit anderen ausgesetzt.

Durch spielerische Übungen aus unterschiedlichen Bereichen interdisziplinärer Kunstformen kommen wir sowohl freudvoll mit uns selber, als auch mit der Gruppe in Kontakt. Klares Fokussieren lädt uns zu neuen Erfahrungen ein und steht als Gegenpol zu Spontaneität und Ausgelassenheit.

Das Seminar richtet sich an alle, die sich in diesem Spannungsfeld von Außen und Innen frei bewegen und die Entfaltung der individuellen, persönlichen Note als unentbehrlichen Baustein des Klangkörpers „Chor“ entdecken wollen.

 

Workshopzeiten: Sa. 30.7.2022, 9-17 Uhr


VITA

 

Ingrid Schorscher ist freischaffende, darstellende Künstlerin, Regisseurin und Akkordeonistin. Auftritte u. a. bei „Centerpieces“ von Marina Abramovic und „Vivarium“ von Manos Tsangaris prägen ihre Laufbahn.

Als Regisseurin interessiert sich Ingrid Schorscher vor allem für spartenübergreifende Projekte, welche verschiedene Zielgruppen miteinander in Kontakt bringen. Dabei bildet die ständige Auseinandersetzung und Erforschung der Wechselwirkung zwischen der eigenen Präsenz und den äußeren Gegebenheiten die Basis ihres Schaffens.

So entstanden u. a. Bühnenwerke, wie „Capovolto“ (ein inklusives Tanztheater, Castelnovo Ne Monti/Italien 2019), „Ex Umbra“ (Inszenierung des Jungen Kammerchors Lucente und der Tänzerin mit Downsyndrom Laura Brückmann, 2017) und die Choreographie „Alsichwirsagten“, einem experimentellen Konzertprogramm des Vereins „Zeug und Quer e. V. Freiburg“, 2020 mit u. a. professionellem Vokalsenemsle und dem ensemble s c o p e.

Auch als Solo-Performerin will Ingrid Schorscher Räume öffnen und zum Nachdenken anregen,

so z. B. durch ihre Stücke „SpurlosGespürt“ (Performance zur Ausstellung „Without a Trace“ von Stefanie Gerhardt, 2017) und „Solo-Nacht Performance“ (Donaugalerie Tuttlingen, 2019).

Parallel zu ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet Ingrid Schorscher temporär an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen im Bereich Performance und Körperpräsenz, ist Gastdozentin an weiteren Hochschulen im In- und Ausland (z. B. Conservarorio „Ottorino Respighi“ Latina/Italien) und lehrt an der Fachschule für Sozialpädagogik Edith-Stein in Rottweil im Fachbereich Musik und Tanz.

Ihr Anliegen ist es, dort anzusetzen, wo Worte versiegen.