Lange vokalSinnM-Nacht | Sa. 20.7.2024 | Gasteig / FatCat (Carl-Orff-Saal) | ab 19 Uhr

Carré Chanté (Mannheim)


t_anƨ.humanismus

 

Choreographie: Miriam Markl (*1992)

Komposition und Entwicklung der Performance-App: Dominik J. Dieterle (*1989)

 

Das Projekt “t_anƨ.humanismus” zeigt die künstlerische Fusion zwischen Mensch und digitaler Technologie: Singende Cyborgs, tanzende Menschen und elektronische Musik.

In der Performance tragen die Chormitglieder ihre digitale elektronische Stimme in Form eines Smartphones mit sich, die ganz im Kontrast zur eigenen natürlichen Stimme steht. So werden die Sängerinnen zu Hybridwesen aus digitalem und analogem Klang.

Auf dieses Spannungsfeld nimmt die Choreographie Bezug, indem das Bewegungsmaterial sowohl mit der individuellen Körperlichkeit beim Singen als auch mit der Gestik, die durch die Benutzung des Smartphones entsteht, spielt.

Der Transhumanismus ist eine philosophische Bewegung, die sich mit der Weiterentwicklung der menschlichen Spezies durch den Einsatz von Technologie befasst. Sie strebt danach, die Grenzen des menschlichen Körpers und Geistes zu überwinden. Mit Körper und Stimme als zentrale Bausteine des menschlichen Ausdrucks fragen wir uns, wie diese Elemente durch digitale Technologien erweitert werden können, um zu ergründen, was die Essenz einer rein menschlichen Performance ist.

 

 

Mit Musik von D. Dieterle und K. Gimon

Carré Chanté

Frauenkammerchor der Mannheimer Liedertafel e.V.

Am Anfang stand die Idee der Chorleiterin, Janette Schmid, Sängerinnen aus Mannheim und Umgebung zu einem ambitionierten Projektchor zusammenzubringen. So fand sich im Januar 2017 eine Gruppe von rund zwanzig Frauen mit unterschiedlichen musikalischen Hintergründen zu den ersten Proben zusammen: Carré Chanté war geboren und mit einem Namen versehen, in dem der Bezug zur Stadt Mannheim mit ihren Quadraten (französisch: Carrés) zum Ausdruck kommen soll.

Alle Sängerinnen verfügen über langjährige Erfahrungen in verschiedenen anspruchsvollen Chören. „Typisch Carré Chanté“ sind die unkonventionellen thematischen Ausrichtungen der einzelnen Konzertprogramme, mit denen auch regelmäßig Verbindungen eingegangen werden mit anderen Kunst- und Ausdrucksformen neben der Musik, so wie Tanz, Literatur oder Schauspiel.

Bereits im April 2018 wurde der Kammerchor beim internationalen Chorfestival „Voices for peace“ in Assisi mit Golddiplom ausgezeichnet. Beim Landeschorwettbewerb im November 2022 konnte Carré Chanté mit einem großen Klangspektrum überzeugen und wurde zum deutschen Chorwettbewerb im Juni 2023 in Hannover zugelassen, wo die Damen sich den Sieg in der Frauenchorwertung sicherten.

https://mannheimer-liedertafel.de/wer-wir-sind/carre-chante

 

Foto: Erik Burger

Carré Chanté wird gefördert vom Amateurmusikfonds

Janette Schmid (*1985) ist passionierte Chorleiterin, Chorleitungsdozentin, Gymnasiallehrerin und Clownsschauspielerin. Besonders interessiert sie sich dafür die Grenzen der traditionellen Chormusik aufzubrechen. Sie liebt es außergewöhnliche Konzert-Konzepte und neue Werke selbst oder in Zusammenarbeit mit Komponist*innen zu entwickeln.

Im Juni 2023 gewann Sie mit dem von ihr 2017 gegründeten Frauenchor Carré Chanté den ersten Preis beim Deutschen Chorwettbewerb und 2018 ein Golddiplom beim internationalen Chorwettbewerb in Assisi. Sie studierte Chorleitung im Rahmen ihres Schulmusikstudiums an der Musikhochschule Mannheim, im Master Kinder- und Jugendchorleitung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und bei diversen Meisterkursen. Inspiriert wurde sie dabei u.a. von Georg Grün, Morten Schuldt-Jensen, Friederike Stahmer und Wolfgang Schäfer. Von 2022-2023 machte sie eine Studienreise, um die Chormusik der Balkanstaaten und Südafrikas kennenzulernen. Als ausgebildete Theaterpädagogin und Clownsschauspielerin lässt sie Elemente des Schauspieltrainings mit In ihre Arbeit einfließen.

https://mannheimer-liedertafel.de/wer-wir-sind/janette-schmid

 

Foto: Katrin Kern

Miriam Markl (*1992) ist freischaffende Bewegungskünstlerin, Tänzerin, Tanzvermittlerin und Choreografin mit Sitz in Mannheim. Von 2013 bis 2017 absolvierte sie ihr Tanzstudium in Nürnberg und Mannheim. 2023 schloss sie eine Fortbildung in “expressive art and therapy” am Tamalpa Institute (USA) ab. Ziel ihrer künstlerischen Arbeit ist es, die Kluft zwischen Kunst und Alltag zu überbrücken und ein Publikum zu erreichen, das selten ins Theater geht. Seit 2017 schafft sie mit ihren Choreographien Räume für neue Erfahrungen des Miteinanders, lädt ein, die Kodierung und Ordnung der Welt zu hinterfragen und Unbekanntes zu entdecken. Seit 2017 trainiert, forscht und arbeitet sie mit Darja Reznikova (Sound Body Productions) an der Integration von Stimme und Tanz. Als Tänzerin arbeitete sie unter anderem mit Lillian Stillwell und Sharon Fridman. Als Gasttänzerin war sie am Theater und Orchester Heidelberg sowie mehrfach an der Staatsoper Stuttgart engagiert.

www.miriammarkl.com

 

Foto: Alexander Ehhalt

Dominik J. Dieterle (*1989) arbeitet bereits seit vielen Jahren als Komponist und Performer von elektronischer Musik mit Chören und Vokalensembles zusammen („Songs of Darkness“ mit dem Jungen Kammerchor Rhein-Neckar 2019/21, „Mensch & Maschine“ mit dem Neuen Kammerchor Berlin 2020, „KugelSieben“ mit dem Kollektiv Klangdreist 2022, „Through the looking glass“ mit Luminous Voices Calgary 2023). Für den Hochschulchor der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg entwickelte er eine mobile Performance-App welche bei einem Konzert des interdisziplinären Symposiums „ZWISCHENRÄUME“ im Juli 2023 zum ersten mal zum Einsatz kam. Dominik J. Dieterle studierte Tontechnik am SAE Institute Stuttgart, sowie Schulmusik und den Masterstudiengang Musiktheorie an der Musikhochschule Mannheim.

www.dominikjohannesdieterle.de

 

Foto: Minna Elina Kettunen