Lange vokalSinnM-Nacht | Sa. 20.7.2024 | Gasteig / FatCat (Carl-Orff-Saal) | ab 19 Uhr

Junger Kammerchor Lucente (München)

A question of love

 

Roberta Pisu (Choreography & Contemporary Dance) & Gustavo Gomes (Contemporary Dance)

Julius von Forstner | Klavier

Laura Traverso | Violine

Sarah Ackermann | Percussion

 

Liebe hat viele Facetten, sie trägt und fordert uns. Eine Studentin wird bei den Terrorattacken in Paris ermordet. Ihr Unichor kann nicht weitersingen und gibt seiner Liebe Ausdruck, verarbeitet seine Trauer und bittet um Frieden mit „Let my love be heard“.  „When a thought of war“: „Wenn ein Gedanke an Krieg aufkommt, setze ihm einen stärkeren Gedanken an Frieden entgegen. Ein Gedanke des Hasses muss durch einen stärkeren Gedanken der Liebe zerstört werden.“ (von Abud’l-Bahá)

Ende der 50er war England eines der ersten Länder, das Schritte zur Legalisierung von Homosexualität vorbereitete: „The Letter“ gibt einen emotionalen Einblick in die Debatte um den „Wolfenden-Report“. „A boy and a boy“ (S. Beatch) antwortet als Auftragskomposition auf E. Whitacres berühmtes „A boy and a girl“. Mit dem Hashtag #Ikeptliving haben Tausende auf Twitter berichtet, wie sie ihre Depressionen bekämpft haben um weiterzuleben: „Please stay“ ist eine Hymne der Hoffnung, die in Liebe ermutigt und unterstützt. „Ritual“: Der Titel spielt auf gesellschaftliche Rituale an, die um der Tradition willen fortbestehen, aber ein tieferes Nachdenken und Überdenken erfordern (von der Homepage des Komponisten).  

 

Musik von S. Beatch, M.-C. Saindon, E. Whitacre und J. Runestad

Foto: Johan von Forstner

Junger Kammerchor Lucente

Der Junge Kammerchor Lucente gründete sich im September 2015 am Institut für Musikpädagogik der LMU München. Das Ensemble setzt sich aus ambitionierten und erfahrenen Chorsänger:innen zusammen, die Lust haben, gemeinsam anspruchsvolle und selten gehörte Chormusik zu erarbeiten und aufzuführen. Der Repertoireschwerpunkt liegt im Bereich Romantik/Moderne a cappella. Im Juni 2016 zeichnete der Bayerische Sängerbund den Chor als „hervorragend“ aus. 2017 hatte Lucente die Ehre, für den international renommierten Komponisten und Produzenten Sven Helbig („Pocket Symphonies“, Zusammenarbeit u. a. mit dem Fauré Quartett, mit Rammstein, Pet Shop Boys) „I eat the sun and drink the rain“ zur Aufführung zu bringen. Die Sänger:innen waren dabei u. a. unter der Leitung von Kristjan Järvi zu hören. 2018 folgte der Chor einer Einladung von Chorleitungsprofessor Martin Berger nach Südafrika, u. a. an die renommierte Stellenbosch Universität, und 2019 zur chor.com für ein Konzert und zwei Workshops, u. a. in Kooperation mit dem Helbling-Verlag. 2022 wurde Lucente nominiert für den OPUS KLASSIK in der Kategorie "Innovatives Konzert des Jahres": Seit Gründung setzt der Chor einen Schwerpunkt darin, besondere, immersive, interdisziplinäre Konzertformate zu präsentieren. 

www.junger-kammerchor-lucente.de

Inga Brüsekes musikalische Heimat liegt im Kammerchorbereich: Sie studierte Dirigieren im Masterstudiengang bei Michael Alber und besuchte Meisterkurse u. a. bei Jan Schumacher, Stefan Parkman und Marcus Creed. Hospitationen beim MDR-Rundfunkchor, SWR-Vokalensemble, Chor des BR und anderen sowie Einstudierungen für Kristjan Järvi, Prof. Michael Alber, Prof. Martin Berger und weiteren ergänzen ihr Profil. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist sie als Hochschuldozentin im In- und Ausland tätig. 

Aktuell leitet sie u. a. den von ihr gegründeten semiprofessionellen Jungen Kammerchor Lucente und die Chorakademie Isartal. Sie arbeitete 2017 und 2019 mit dem ECHO-Preisträger Sven Helbig zusammen und war 2019 als Dirigentin und Dozentin zum Fachtreffen der deutschen Chorszene geladen. Seit 2020 ist sie als hauptamtliche Kirchenmusikerin in St. Ignatius in München tätig. 2021-2023 war sie die künstlerische Leitung des Pilotprojekts Chorakademie Baden-Württemberg. 

Inga Brüsekes künstlerische Arbeit ist geprägt von der Suche nach innovativen und interdisziplinären Konzepten. Ihre Arbeit war für den OPUS KLASSIK 2023 nominiert („Innovatives Konzert des Jahres“). 

www.ingabrueseke.de

 

Foto: Marian Wilhelm

Roberta Pisu ist künstlerische Leiterin von arcis_collective und freiberufliche Choreographin. Roberta Pisu erhielt ihre Tanzausbildung an der Académie de Danse Classique "Princesse Grace" in Monte Carlo und der Accademia Nazionale di Danza in Rom. Nach ihrer Ausbildung wurde sie Mitglied der "La Compagnia" in Rom, geleitet von Adriana Boriello, Margherita Parrilla, Ismael Ivo, Cristina Morganti und Pina Bausch. Ihre ersten choreografischen Erfahrungen brachten ihr 2008 den 1. Platz beim Festival von Spoleto ein.

Von 2012 bis 2023 war sie Solotänzerin am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und wirkte in allen Produktionen und Uraufführungen. Sie arbeitet auch als Choreografin am Gärtnerplatz und kreierte Stücke wie "Minute-Made", "De amore", "Je Suis Faust", "Sie", "Momo", "Frida Kahlo", "Metamorphosen", "Gebissen","What She Didn't Say... Yet" und "The Rose of Sharon". Im Jahr 2020 gründete sie arcis_collective und schuf 2020 "Heimat" und "Khorovod", 2022 kreiert sie das neue Tanzkonzertformat "2xGETANZT", das dann zu einer jährlichen Veranstaltung wird. Ebenfalls 2022: "Dave" ein Kurzfilm, "Knitting girl" und "K.I.nd of human".

Für das Max-Reger-Festival in Weiden schuf sie 2024 "Reger - Getanzt". Derzeit arbeitet sie an den kommenden Produktionen von arcis_collective und der Eröffnung des Kulturzentrums Monheim mit dem Hidalgo Kollektiv.

Seit 2023 arbeitet sie neben ihrer Arbeit mit dem arcis_collective und ihren freien Projekten auch für das Hidalgo Kollektiv in München als Choreographer-in-Residence.

www.robertapisu.com/

 

Foto: Alfonso Fernández Sánchez

Gustavo Gomes ist Performer, Choreograf und Filmemacher. Seine choreografischen Arbeiten wurden an Orten und auf Festivals wie Art Basel - Parcours, Art Week Rotterdam, Radialsystem Berlin, Schauspielhaus Köln, Frankfurt Lab, Wallraff-Richartz-Museum, HELLERAU, Tanzfaktur, PiK Deutz, KOLUMBA, Watou Art Festival, VRHAM Festival Hamburg gezeigt. Mit Gustavo Gomes & Co. sowie mit Tanzkompanien wie der Dresden Frankfurt Dance Company, dem Ballet of Difference und dem Osnabrücker Tanztheater hat er eigene performative Arbeiten geschaffen. Gomes' Ansatz besteht in der Erforschung der Sprache durch den Tanz sowie in der Einbeziehung des Körpers in die neuen Schwellen des Theaters. Seine Arbeiten schaffen Dialoge zwischen Bildern, Ritualen und herausfordernden neuen Formen der Darstellung. Gomes wurde dreimal mit dem Tarkowski-Stipendium für Film ausgezeichnet und präsentierte seine Arbeiten auf dem Portugal Independent Film Festival, dem Berlin Independent Film Festival, dem Brussels Independent Film Festival, dem Cinedance International, dem Kinesthesia Film Festival, der Quinzena de Danca de Almada und dem IMAP - Moving Image Festival of Sao Paulo.

Er war Artist in Residency bei Forecast Berlin 2023, HELLERAU, The Ekard Residency, TalentLab/Grand Theatre de la Ville Luxembourg und Cité des Arts Paris 2024.

www.gustavo-gomes.com

 

Foto: Tomek

Julius von Forstner, Pianist und Bass-Bariton, gebürtig aus Schleswig, studierte seit 2019 Klavier bei Prof. Randalu und seit 2023 Gesang bei Prof. Speck an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Nach seinem mit Auszeichnung bestandenen Bachelor im Fach Klavier begann er das Masterstudium in Oslo (Norwegen) bei Prof. Håvard Gimse. Sein Gesangstudium führt er dort bei Prof. Anne-Lise Sollied und Prof. Carlo Allemano fort. 

Er ist schon seit seinen musikalischen Anfängen ein breitgefächerter, gefühlvoller Musiker mit vielseitigem Interesse und begeistert sich pianistisch wie auch sängerisch sehr für das Lied. Die Kombination aus Klavier und Gesang bietet ihm sich ideal ergänzende Fähigkeiten, die ihn als Musiker stark bereichern. Neben vielen Projektteilnahmen kann er außerdem auf zahlreiche Preise und Auszeichnungen wie z.B. beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert zurückschauen. Im Jahre 2023 veröffentlichte er sein erstes CD-Album mit Klavierwerken von Bach und Brahms.

https://julius.vonforst.net/

 

Foto: Johan von Forstner